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Schalldaemmung Schalldaempfung




Schalldämmung und Schalldämpfung mit Fugendichtband, Dichtungsband und andere Schalldämpfstoffe

Der Begriff Schalldämmung oder auch Schalldämpfung beschreibt eine hemmende Beeinflussung der Ausbreitung von Schall. Hierbei unterscheidet man in Körperschall und Luftschall. Zweites beschreibt die Art von Schallausbreitung, welche über die Luft übertragen wird. Die Messbarkeit dieser Art von Schall entspricht etwa dem menschlichen Gehörsinn in einem Intervall von 16 Hz bis 20 kHz. Der so genannte Körperschall erfährt seine Ausbreitung innerhalb eines festen Körpers.

Eine Schallausbreitung geht jedoch in beiden Fällen immer einher mit einer Schallreflexion. Diese wiederum setzt sich zusammen aus dem Schalldruck einer reflektierten und einer einfallenden Schallwelle. Hierbei kann man verallgemeinert sagen, dass die Stärke der Reflexion über den Grad der Schalldämmung entscheidet. Prägnant hierfür ist die Stärke der Impedanz an der zugehörigen Schallgrenzfläche. Hierunter versteht man eine Streuung der Schallwellen. Je größer diese Streuung ist, umso geringer fällt die letztendliche Dämmleistung aus.

Allgemeine Anwendung finden Schalldämmungen zum Beispiel im technischen Schallschutz. Dieser wiederum ist Bestandteil vieler industrieller Fertigungsverfahren, etwa im Automobilbau oder im Maschinenbau. Das Zuschlagen einer Autotür wird etwa von schallabsorbierenden Gummidichtungen, welche innen hohl und flexibel sind abgefangen. Ebenso verhält es sich bei den Dichtungen an Fenstern. Dabei wird gleichzeitig durch die Verwendung von kleinen Luftpolstern auch Wärmeenergie gespeichert. Diese kann also nicht zu schnell vom Fahrzeuginneren nach außen abgegeben werden. Weitere Anwendungsbereiche sind die Verpackungsindustrie und der Hochbau. In der Baubranche wird unter anderem mit so genanntem Fugendichtband gearbeitet. Ein derartiges Dichtungsband dient zum Schallschutz von Türen, Fenstern, wie auch ganzen Fassaden.

Durch Schalldämmung kann im Bauwesen auch eine akustische Auftrennung von Räumlichkeiten gemeint sein. Dies wird besonders wichtig, wenn man einmal die Medienwelt der Musik und des Fernsehens betrachtet. Hier ist eine Schalldichtigkeit enorm wichtig um ungestörte Aufnahmen produzieren zu können.
Im Sinne der Bauakustik wird die Schalldämmung gemessen, um herauszufinden, wie viel Schall von einem in den anderen Raum gelangen kann. Besonders wichtig ist dieser Punkt bei der Konzeption von Fußböden. In diesem Zusammenhang wird auch oft der Begriff Trittschalldämmung verwendet. Dieser beschreibt spezielle Schalldämpfstoffe, welche unter dem eigentlichen Fußboden angebracht werden. Hier dienen sie dazu, Tritte, Schläge oder Klopfgeräusche zu absorbieren oder zumindest abzumildern. Oft werden hierfür bestimmte Arten von Hartschäumen verwendet. Ein Beispiel wäre etwa Polystyrol.

Schalldämmung ist also ein wichtiger Aspekt im Haus- und Innenausbau. Prinzipiell existieren zum Abfangen von Trittschall die Möglichkeiten der Körper- oder Luftschalldämmung. Hierfür wird nun beispielsweise Estrich verwendet. Dieser wäre ein Beispiel für eine Körperschallmaßnahme. Durch Schaffung von zusätzlichen Hohlräumen zwischen Wänden und Deckensegmenten kann wiederum eine Luftschalldämmung erfolgen.

Von einer schalldämpfenden Maßnahme spricht man vorrangig im Bereich der raumakustischen Auswertung. Dies bezeichnet also die Ausdehnung und entsprechende Reflexion im Raum selbst. Nachbarräume- oder Häuser spielen hierbei keine Rolle. Hier lässt sich wieder das Beispiel des Aufnahmeraumes verwenden. Die Wände eines Tonstudios beispielsweise dürfen so gut wie keine Schallreflexion ausüben. Diese würde den Klang der jeweiligen Aufnahme negativ beeinflussen. Dies gelingt vorrangig durch die Streuung von Impedanzwellen. Etwa durch simple Hühnereikartons an der Wand. Dies ist hierzu sicher ein geläufiges Bild. Natürlich existieren in diesem Bereich auch weitaus kompliziertere und professionellere Maßnamen. Von der Art ihrer Wirkung sind diese jedoch ähnlich.